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Mit dem Kunden auf Tuchfühlung.
Zwei Werbepartner im Interview.

Veröffentlicht am 04.10.11 | Kommentar (0)

Das Interview führte Sabine Hanzen-Paprotta für das Hetkamp Journal

Wer das Neueste aus dem Einrichtungs- und Modehaus Hetkamp erfahren möchte, hat mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten. Neben dem Journal informiert Hetkamp online auf hetkamp.de, via E-Mail-Newsletter oder bei Facebook über Entwicklungen, Trends und Veranstaltungen. Worauf es dabei ankommt und welche Chancen diese Medien für Kunden bieten, darüber unterhalten sich Hetkamp-Geschäftsführer Helmut Ackmann und Rüdiger von Selzam von studioselzam, der die Kommunikation von Hetkamp von der Planung bis zur Ausführung betreut.

Wie leicht oder schwer ist es, einen Partner zu finden, der einen wirklich versteht?

Ackmann: Ich habe lange jemanden gesucht, der die Seele unseres Betriebs versteht und dies auch in der Kommunikation nach außen umsetzen kann. Mir ist sehr wichtig, dass wir auf einem Level sind, unsere Ansichten passen, obwohl wir häufig kontroverse Diskussionen führen. Das Ergebnis bringt uns letztlich beide weiter.

von Selzam: Stimmt, das ist auch mein Eindruck. Als ich Hetkamp kennen lernte, haben mich die Authentizität und das vielfältige Leistungsspektrum des Familienunternehmens angespornt. In dieser Firma stecken so viele Geschichten, die gehaltvoller und ursprünglicher sind als das, was klassische Werbung alleine vermitteln kann. Meine Aufgabe ist es, diese Geschichten an die Oberfläche zu bringen und die Menschen zu erreichen, die es interessiert. Am besten gelingt das in einer engen und offenen Zusammenarbeit, wie wir sie seit fast acht Jahren praktizieren.

Dabei setzt Hetkamp auf ganz unterschiedliche Medien. Warum diese Vielfalt?

von Selzam: Wir wollen den Kunden dort erreichen, wo er sich gerne aufhält. Wer gerne in einem Kundenmagazin blättert und auf hochwertige Gestaltung Wert legt, informiert sich im Journal. Wer lieber digitale Medien verwendet, wählt den E-Mail-Newsletter, nutzt die Angebote auf der Homepage oder auf Facebook. Jeder Mensch hat andere Präferenzen. Das gilt heute mehr denn je.

Ackmann: Wir möchten ein Höchstmaß an Kundenorientierung bieten. Zu unseren Stärken gehören nun mal individuelle Angebote für individuelle Kunden – das gilt für unseren Einrichtungsbereich wie für die Mode. Da hilft es uns sehr, einen Kommunikationsexperten zu haben, der medienübergreifend agieren kann. Dabei passen alle Angebote zu uns, wir bleiben glaubwürdig, das ist mir sehr wichtig. Ebenso wichtig ist es, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln. Deine Jahre in den USA und die Erfahrungen, die du dort gesammelt hast, haben unseren Auftritt sehr positiv beeinflusst und internationalen Standards angeglichen.

von Selzam: Während man in den USA die neuen Medien relativ unkritisch einsetzt, werden in Deutschland diese Kanäle, insbesondere von mittelständischen Unternehmen, noch wenig genutzt.

Wie schafft man es, diese sehr unterschiedlichen Kanäle optimal zu nutzen?

von Selzam: Bei studioselzam arbeiten wir in einem Netzwerk aus Freiberuflern zusammen. Spezialisten, mit denen ich sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten u. a. für Unternehmen wie Audi, Mercedes und Bayer erfolgreich zusammengearbeitet habe. Mit ihrer Hilfe kann ich die Medienvielfalt erfolgreich nutzen. Ganz wichtig ist aus meiner Sicht auch die Auswertung unserer Maßnahmen. Nur wenn man misst, ob und wie Kommunikation wirkt, kann man sie verbessern.

Ackmann: Genau! Wir wollen schnell und gut über interessante Neuigkeiten informieren. Wenn das nicht bei unseren Lesern ankommen würde, hätten wir etwas falsch gemacht. Wir holen uns oft direktes Feedback von unseren Kunden, um sicherzustellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Manchmal müssen wir dann auch in aller Konsequenz entsprechende Kurskorrekturen vornehmen.

Stichwort Social Media: Seit einiger Zeit ist Hetkamp auf Facebook vertreten.

Ackmann: Am Anfang war ich skeptisch, das gebe ich gerne zu. Ich habe mich dann in intensiven Gesprächen von dir überzeugen lassen. Unsere Zugriffsraten auf der Homepage haben sich letztendlich nicht nur, aber auch durch Facebook innerhalb des letzten Jahres um über 50 Prozent erhöht.

von Selzam: Daran kann ich mich gut erinnern (lacht). Es ist aber völlig natürlich, dass solch ein Schritt zu Diskussionen führt. Neben der Fähigkeit, auf vielen Kanälen kommunizieren zu können, sind vor allem die Inhalte ausschlaggebend. Die entscheidende Frage ist nicht: „Nutzen wir Social Media oder etwas anderes?“ sondern „Was haben wir zu erzählen?“. Die Bedeutung von Facebook in der Zukunft ist ohnehin unsicher, aber solange wir etwas zu sagen haben, kann uns nichts passieren.

Ackmann: Heute bin ich von Facebook begeistert. Ich bin selbst zu einem intensiven Nutzer der Plattform geworden. Dieses Twitter-Ding ist mir allerdings noch schleierhaft…

von Selzam: Wird höchste Zeit, dass wir das „Ding“ nutzen (beide lachen).

Ackmann: Wir werden sehen, was die Zukunft bringt …

 
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